Heimat ist da wo dein Herz ist

Meine ersten richtigen Erinnerungen an den Sportpark Ronhof reichen in das Jahr 2008 zurück. Das erste mal bewusst ins Stadion gehen, im Block stehen und die Spieler zu supporten. Doch das waren nicht meine ersten Begegnungen mit der SpVgg Fürth, mit der Liebe zu diesem Verein. Sie wurde mir quasi in die Wiege gelegt. Die ganze Familie verbunden und fasziniert von diesem Kleeblatt. Da konnte ich mich der Magie des Fußballs und der Auseinandersetzung mit der Spielvereinigung nicht entziehen. Erzählungen zu folge lag ich schon als kleines Baby im Stadion auf den Stufen. Hab ich damals noch geschlafen, konnte ich mit der Zeit verstehen was es heißt Fan zu sein und war ebenfalls verliebt in dieses Spiel, in die Spielvereinigung, in mein Kleeblatt.

In dieser Zeit ist sowohl das Kleeblatt, wie auch ich, erwachsen geworden, reifer geworden, hat sich verändert, hatte schwierige Zeiten und mit dem langersehnten Aufstieg in die 1.Bundesliga einen Höhenpunkt erreicht.
Meine Zuneigung zur Spielvereinigung war immer auch verknüpft mit einer Person, die fast die gesamte Zeit auf dem Platz stand und das Kleebatt auf dem Trikot trug: Stephan Schröck.
Gekommen aus dem eigenen Nachwuchs, bei der Spielvereinigung erwachsen geworden. Gereift zum Publikumsliebling und Identifkationsfigur. Mit dem Aufstieg ein Denkmal gesetzt. Danach in die Welt aufgebrochen, Versuche bei zwei anderen Vereinen gemacht und schließlich doch wieder zurück zum Kleeblatt heimgekommen.

Die Rückkehr war verbunden mit viel Hoffnung, betitelt mit Floskeln wie "der verlorene Sohn kehrt zurück". Doch irgendetwas scheint nach dieser Rückkehr vorgefallen zu sein, etwas das für Außenstehende nicht erkennbar ist. Gegen Ende der Hinrunde kaum noch Einsatzzeiten und so kam eine Leihe vorerst auf ein halbes Jahr auf die Philippinen zustande, die sogar noch einmal um ein halbes Jahr verlängert wurde. Dann Ende 2016 die vermutliche Rückkehr, Stephan freute sich wieder zurück in Fürth, bei seiner Spielvereinigung zu sein und wieder mit dem Kleeblatt auf der Brust aufzulaufen. Doch da war irgendetwas anders, und so durfte er lediglich aufgrund seines bestehenden Vertrages bei den Amatauren mittrainieren. Aufgelaufen für die U23 ist er in diesen Monaten kein einziges mal. Und so war es letzendlich nur noch eine Frage des Zeit bis der Vertrag aufgelöst wurde. 

Dies ist gestern geschehen. Jemand, der nicht involviert war in diesen Prozess darf sich eigentlich keine Meinung bilden, über diesen Umgang mit dem "verlorenen Sohn", denn so wie es scheint gibt es etwas was nur die Beteiligten wissen.
Nun ist das Kapitel Spielvereinigung Fürth für Stephan Schröck auf dem Platz zwar Geschichte, doch wie er auf seinen Social-Media-Kanälen schreibt, bleibt er immer im Herzen ein Fürther.
Mit diesem Post soll die langjährige Verbundenheit zwischen der SpVgg und Schröcky gewürdigt werden.

Was bedeutet das für ein Mädchen, dass mit Stephan Schröck beim Kleeblatt groß geworden ist?
Heimat ist nicht nur irgendein Ort. Heimat ist wo mein Herz ist, Heimat ist das Gefühl sich zu Hause zu fühlen. Und dies werde ich mich auch weiterhin, wenn ich in den Sportpark Ronhof gehe und meinem Kleeblatt beim spielen zu schauen werden, in guten und in schweren Zeiten. Betitelt sich die Spielvereinigung als einen familiären Verein, ist es auch genau das, was ich an ihr so liebe. Auch, wenn dieser Umgang mit dem Sohn nicht für alle verständlich war. Ist es trotzdem ein Verein, der viel Wert auf Identifikation mit dem Fans legt. Und auch viel für die Kinder und seine Ronhof Racker macht.

Auch ich werde irgendwann das elterliche Nest verlassen, werde neue Dinge ausprobieren, damit hinfallen, aber wichtig ist es, immer wieder aufzustehen. Aus Niederlagen zu lernen und stärker daraus herausgehen. Meine Heimat wird immer die Spielvereinigung und die Stadt Fürth sein, denn hier bin ich geboren, aufgewachsen und groß geworden.
Deshalb möchte ich mit diesem Post auch der süßen, kleinen Familie Schröck im weiteren Leben ganz viel Erfolg wünschen.

Und euch wünsche ich ein schönes Osterfest, eine schöne Zeit mit euren Liebsten und, dass ihr immer positiv denkt.

Eure Daniela 

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